Super-Sommer

Das Wiedersehen

Die nächsten drei Tage gaben uns einerseits die Gelegenheit unseren persönlichen Dingen nachzugehen, als auch weitere konventionelle Nachforschungen bezüglich des Assassinen und der Holzgesellschaften. Die Ausrüstung musste gereinigt und ausgebessert werden, Kontakte geknüpft und gepflegt werden. Jeder hatte irgendwas zu tun und wenn nicht, hatten die entsprechenden Etablissements der Stadt genügend Bier um einem die Langeweile zu versüßen. Ich selbst hielt mich oft in der Bibliothek auf. Der Bibliothekar war angenehme Gesellschaft und ich  hoffte weiter hilfreiche Informationen zu diesen Mondklingen zu erhalten. Insgesamt waren allerdings alle unsere Bemühungen weitere Informationen zu erhalten erfolglos. Aus diesem Grund erhofften wir uns viel von unserem Abendessen mit dem Magier. Drei Tage sind nicht wirklich lange. Fast zu knapp um noch das ein oder andere einzukaufen. Reisekleidung ist wirklich nicht die richtige Wahl für eine Einladung zum Essen. Vielleicht am Lagerfeuer. Nicht hier in der Stadt. Je nach persönlichen Vorlieben haben wir uns also alle präsentabel gemacht. Ich persönlich tauschte meine braune, zumeist lederne Reisekleidung gegen etwas farbenfrohere Kleidung und polierte die Schmucksteine zu Hochglanz. Meine fuchsrote Haarpracht wurde in einem Zopf gebändigt. und ebenfalls mit Schmucksteinen versehen so das alles prächtig glitzerte. Schon ganz gut. Sollte das öfters vorkommen, würde ich mir ein paar weitere Kleidungsstücke zulegen müssen. Und etwas Schmuck. Echte Steine natürlich. Also, echte Edelsteine. Es wurde Zeit, dass unsere Abenteuer etwas Gewinn abwarfen. Für diesen Abend würde es reichen müssen. Normalerweise könnte ich mit etwas Magie nachhelfen. Aber angesichts der Tatsache, dass unser Gastgeben der Magier der Stadt war. Er könnte das Mißverstehen. Es würde reichen müssen. Im Vergleich zu meinen Kameraden sah ich sowieso prächtig aus. Niemand funkelte und glitzerte wie ich. Wir trafen uns alle pünktlich im Schankraum und machten uns auf den Weg zum Turm. Die Geräusche in der Stadt sind oft sehr verwirrend. Durch die vielen Gebäude wurde der Schall oft reflektiert und meine durch Rozi extrem empfindlichen Ohren hörten Dinge, die oftmals weit entfernt waren. Zum Glück hatte ich mittlerweile gelernt die unwichtigen Dinge auszublenden. Es war noch früh, überall waren Leute unterwegs. Doch plötzlich, wir näherten uns gerade einer weiteren Seitenstraße, hörte ich ein kurzes Aufstöhnen, ein Geräusch wie von einem Sack der zu Boden fällt schnelle Schritte und dann den lauten Schrei einer Frau. Den Schrei hatten alle gehört. Schnell waren wir in der Seitenstraße. Dort stand eine junge, für menschliche Verhältnisse vermutlich gutaussehende, Frau. Der Kleidung nach zu urteilen, eines der leichten Mädchen aus der Hafengegend. Vor ihr auf dem Boden lag eine Gestalt. Cart war zuerst dort. Es war ein Mann. Ein älterer Mann. Und tot war er auch. Nicht nur an der Mondklinge zu erkennen, die ihm aus dem Rücken ragte. Die Klinge wurde dazu benutzt eine Nachricht an den Magier zu heften. Ein Zettel mit einer ungelenken Handschrift. Die Botschaft lautete: „Es waren 100 GS pro Kopf ausgemacht!“ Was wollten uns diese Worte sagen. Cart und Jacques nahmen sofort die Verfolgung auf. Hier in der Stadt kein leichtes Unterfangen. Ich untersuchte die Leiche, Zwerg die Klinge. Magier, besonders solche von einiger Erfahrung, haben oft wundersame und mächtige Dinge bei sich. Die Untersuchung war nicht ganz ungefährlich. Kein Wunder, dass ich das übernehmen durfte. Ein seltsamer Ring, eine hervorragend gearbeitete Holzschatulle, eine Phiole mit einer durchsichtigen Flüssigkeit und ein äußerst merkwürdig geformter Schlüssel waren das Ergebnis meiner eingehenden Untersuchung. Um mir ein Bild von den Dingen machen zu können, würde ich Hilfe benötigen. Ich musste in die Bibliothek. Schnell teilte ich Zwerg und Avamys mit, dass ich kurz weg sei und sie sich um die Frau kümmern, bzw. auf die anderen warten sollten. Adalbert war längst losgelaufen um die Stadtwache zu informieren. Es war sicher besser, wenn ich mit den gefundenen Objekten nicht da war, wenn die gierigen Typen von der Stadtwache auftauchten. Sie würden alles für sich beanspruchen. Also lief ich so schnell wie möglich ohne auffällig zu wirken zur Bibliothek. Gänseblum, mein Freund war noch da und sehr erfreut, dass ich wieder einmal so spannende Aufgaben für ihn hatte. Sofort machten wir uns zusammen an die Untersuchung.

Der Schlüssel

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