Super-Sommer

Die Ermittlung

Aufgeblasener Titel, aber gut. So langsam gehen mir die Worte aus. Während Cart und Zwerg die Kneipen unsicher machten besuchte ich meinem Freund, den Bibliothekar. Als ich ihm die Klinge zeigte, war er ganz aufgeregt. Er sagte, davon habe er bereits gehört und von da an war er nicht mehr anspechbar. Er wuselte in der Bibliothek hin und her, suchte Bücher, verglich Schriften und Bilder mit dem Original bis er endlich, gute zwei Stunden später bereit war eine Erklärung abzugeben. Die Klinge sei, wie bereits von ihm vermutet, eine der berüchtigten Mondklingen. Diese werden normalerweise von Assassinen verwendet, man habe aber auch schon welche im Besitz der Diebesgilde gefunden. Wie überraschend. Die Besitzer der Klinge liessen sich den Schriftzug der Klinge in den Oberarm tätowieren. Diese Tätowierung würde mit der Zeit erweitert, bis ein ganzer Satz gebildet wäre. Der Gnom war eine wahre Quelle nutzloser Details, die ich jetzt hier nicht aufführen möchte. Merken werde ich sie mir sowieso. Seine Empfehlung war letztendlich der Diebesgilde auf den Zahn zu fühlen oder es mit einem Erkenntniszauber zu versuchen. Mist. Erkenntniszauber liegen mir nicht. Bekanntester Magier der Stadt sei Fasegard. Nicht ganz billig, nicht sehr schnell, aber erfolgreich. Ich bedankte mich überschwenglich und machte mich auf den Weg zurück in unsere Herberge. Dort saß Avamys mit dem Neuen bei einem Bier. Jacques war vermutlich bei den Pferden. Der Neue war tatsächlich etwas steif. Ein Möchtegernkrieger mit einem ziemlich großen Schwert. Nun gut, er ist einer der kräftigesten Menschen, die ich bis jetzt gesehen habe. Selbst die Holzfäller hätten hier Respekt gezeigt. Groß ist er auch, fast so groß wie Avamys. Er scheint auch nicht ganz dumm zu sein, aber er benutzt seinen Verstand nicht, wie mir scheint. Das wird noch interessant. Ich hatte es mir noch nicht richtig bequem gemacht, da kamen Cart und Zwerg bereits zurück. Großer Informationsaustausch. Eine dubiose Gestalt hatte Cart zugeflüstert, dass die Diebesgilde nichts mit den Morden zu tun habe. Ein Erkenntniszauber würde hier weiterhelfen. Ansonsten hatten sie nichts neues erfahren. Es gab drei Konkurrenten von Torum, der neuste war Windbann. Vier Holzgesellschaften, die Konkurrenzsituation war sicher hart. Der vernünftige Vorschlag von Cart sich mal heimlich in den Geschäftsräumen der Konkurrenten umzusehen wurde von Adalbert rundheraus abgelehnt. Der Beschluss, am nächsten Vormittag diesen Magier Fasegard aufzusuchen jedoch einstimmig angenommen. Besondere Umstände bedürfen besonderer Mittel. Eine kurze Verständigung mit Cart und schon waren wir beide unterwegs zum Kontor von Windbann. Cart schien allein gegen den Namen schon eine Abneigung zu haben. Alles lief super. Die Stadtwachen waren spärlich gesät und leicht zu umgehen. Das Kontor völlig unbewacht. Cart öffnte die Schlösser bevor ich Piep sagen konnte und schon waren wir drin. Rozi musste an der Tür Wache halten. Vorsichtig aber gründlich, soweit möglich, durchsuchten wir die Räume, die Schränke und die Bücher. Ich bin zwar kein Buchhalter, aber ich lerne schnell. Wir fanden nichts. Immerhin gab mir dieser Ausflug Gelegenheit mich mal in Ruhe mit Cart zu unterhalten. Diese „ich male eine Hand auf mein Pferd“ Geschichte ist ja wirklich interessant.

Der Magier

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