Super-Sommer

Der Magier

Nach unserem nächtlichen Ausflug war an Schlaf nicht mehr zu Denken. Zur Entspannung habe ich ein wenig an einem meiner Steine gearbeitet. Das beruhigt und hilft mir, mich zu entspannen. Später beim Frühstück beschlossen wir dann diesen Magier aufzusuchen um in Erfahrung zu bringen, ob er uns helfen kann und wenn ja, was uns das kostet. Ich hatte keine persönliche Erfahrung mit Lohnmagiern oder den üblichen Preisen für Magie, aber nach allem was ich so gehört hatte, befürchtete ich das Schlimmste. Bankrott! Cart und Jacques verzichteten darauf uns zu begleiten, Adalbert dagegen war ganz wild darauf. Komischer Typ. Das Türmchen von Fasegard war schnell gefunden und nach kurzer Verhandlung mit seinem Faktotum wurden wir auch recht schnell zu ihm geführt. Der Magier war ein recht alter Mann. Das heißt für einen Menschen. Ich vermute sowohl Jacques als auch Avamys waren älter. Aber alt in diesem Falle heißt vielleicht auch fähig. Adalbert übernahm sofort die Verhandlung.  Da mich der Magier bislang noch nicht bemerkt zu haben schien, mischte ich mich gar nicht erst ein.  Menschen unter sich, wie interessant. Da es sich hier um Erkenntniszauber handelte, konnte ich auch nicht wirklich beurteilen ob die Angaben des Magiers bezüglich Aufwand und Kosten der Realität entsprachen. Ich hatte nur so ein Gefühl, dass es maßlos übertrieben war. Natürlich weiß ich, was man mit den gängigen Erkenntiszaubern bewirken kann, aber ich hatte von Anfang an kein Talent für diese Art der Magie und habe das Studium dieser Schule zugunsten anderer schnell aufgegeben. Die Summen, die uns Fasegard hier nannte waren horrend. Weit über 1.000 GS ohne Erfolgsgarantie. Nachdem wir offenbarten, dass wir soviel nicht investieren wollten, grinste er verschmitzt und machte einen anderen Vorschlag. Wir könnten auch mit Naturalien bezahlen, sozusagen. Hoch im Kurs stünde bei ihm zur Zeit Ogerblut. Das würde zwar nicht völlig ausreichen, aber uns schon mal ein ganzes Stück weiterbringen. Blitzschnell hatte Adalbert festgestellt, dass es sich bei Ogern um bösartige Kreaturen handelt und es kein Problem wäre einen Oger um eine finale Blutspende zu bitten. Tatsächlich sogar unsere Pflicht. Wir konnten das nicht endgültig ohne den Rest der Gruppe entscheiden, deuteten aber an, dass die Sache schon so gut wie erledigt sei. Es geht doch nichts über ein paar Optimisten in der Gruppe. Sollte ich mir das wirklich antun? Ich wusste jetzt, dass man uns nicht für den Mord verantwortlich machte. Also könnte ich mich auch wieder meinem ursprünglichen Ziel zuwenden. Der Suche nach meiner Herkunft. Andererseits begann mich die ganze Sache zu interessieren und auf ein paar Tage kam es nun wirklich nicht an. Schließlich bin ich kein Mensch und habe Zeit. Das alles könnte noch sehr interessant werden. Zur Mittagszeit trafen wir uns dann alle wieder in der Herberge. Irgendjemand hatte von zwei Ogern gehört, die unweit von hier die Menschen tyrannisierten und mordeten. Der Entschluß war einfach. Wir würden die Gegend befrieden, dem Zauberer zu seinem Ogerblut verhelfen und uns zu einer kleinen Aufwandentschädigung. Bei zwei Ogern und vorsichtiger Herangehensweise sollte doch etwas Blut für den freien Markt übrigbleiben. Wir beschlossen den Nachmittag für die Reisevorbereitungen zu verwenden und am nächsten Tag früh morgens aufzubrechen.

Das Pony

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